Wahlhilfe zur Bundestagswahl – Bildung / Jugend

Meine Schwester hat mit und für Ihre Klasse für den Sozialkundeunterricht die Partei- und Wahlprogramme der wichtigsten Parteien auseinander genommen und gegenübergestellt. Weil ich das super finde hier die Ergebnisse auch zum Nachlesen:

CDU / CSU zum Thema Bildung / Jugend:

  • Schulsystem soll Ländersache bleiben mit Gymnasium an der Spitze
  • Durchlässigkeit zwischen Schultypen und Ausbildungswegen verbessern
  • mehr Karriereperspektiven für Menschen ohne Abitur und Studium
  • mehr Geld für Forschung und Entwicklung
  • Inklusion: wurde mit der Brechstange eingeführt, es fehlt an Personal, Geld und
  • Fortbildungen / Förderschulen sollen nicht geschlossen werden, solange
  • pädagogische und bauliche Rahmenbedingungen für Inklusion nicht gesichert sind

SPD zum Thema Bildung / Jugend:

  • Bildung gebührenfrei von Kita bis Master beim Erststudium oder Meisterprüfung
  • Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung der Kinder
  • Kooperationsverbot (= Länderhoheit) soll fallen
  • Schulsozialarbeit soll ausgebaut werden
  • Recht auf Ausbildung mit Mindestausbildungsvergütung
  • höheres BAföG
  • weniger Befristungen an Hochschulen
  • mehr Geld für Forschung und Entwicklung
  • Inklusion: Elternwille entscheidend / Unzulänglichkeiten soll nachgegangen werden

„Die Linke“ zum Thema Bildung / Jugend:

  • gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Universität
  • Schule für alle: ganztägige Gemeinschaftsschule
  • Schulen und Hochschulen modernisiert
  • Kooperationsverbot soll komplett wegfallen (Länderhoheit bei der Bildung)
  • befristete Stellen im Hochschul- und Forschungsbereich Ausnahme
  • elternunabhängiges BAföG in Höhe von 1050 Euro ohne Rückzahlung
  • Numerus Clausus soll abgeschafft werden
  • Recht auf Ausbildung
  • mehr Personal im Bildungsbereich
  • Lehr- und Lernmittelfreiheit
  • kostenlose Verpflegung in Kita und Schule
  • kostenlose Beförderung mit Schulbussen
  • Inklusion: wird grundsätzlich befürwortet, praktische Umsetzung läuft aber noch schlecht

„Die Grünen“ zum Thema Bildung / Jugend:

  • Wünsche und Talente, nicht Herkunft soll entscheiden
  • Auf- und Ausbau von Gesamtschulen
  • Kooperationsverbot (Länderhoheit für Bildung) soll abgeschafft werden
  • in den nächsten 5 Jahren sollen 10 Mrd Euro in marode Schulen gesteckt werden
  • für rückzahlungsfreies BAföG
  • mehr Geld für Forschung
  • mehr Erzieherinnen
  • Inklusion: Stellen und Geld wurde in Inklusion gesteckt / Bewusstsein, dass
  • Inklusion Generationenaufgabe ist

AfD zum Thema Bildung / Jugend:

  • nach Begabungen differenziertes Schulsystem / Gesamtschule wird abgelehnt
  • Förderschule soll erhalten bleiben
  • duale Ausbildung soll gefördert werden
  • junge Asylbewerber sollen in der Schule auf die Rückkehr in ihr Herkunftsland vorbereitet werden
  • alte Titel Diplom, Magister, Staatsexamen statt neue Bachelor und Master
  • Hochschulen sollen Bewerber aussuchen dürfen
  • Gender-Forschung soll abgeschafft werden
  • Bildung und Forschung verstärkt auf MINT-Fächer ausrichten (Mathe, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik)
  • Muslimischen Religionsunterricht soll es nicht geben
  • Kinder unter 3 Jahren bei Eltern am besten aufgehoben, elterliche Betreuung soll finanziell unterstützt werden
  • Inklusion: eine Gruppe wird über-, die andere unterfordert / Ergebnis von Ideologie statt Realitätssinn / Kinder mit Förderbedarf zu fördern ist das Gegenteil von Diskriminierung

FDP zum Thema Bildung / Jugend:

  • Deutschland soll an der Spitze der Bildungsnationen dieser Welt stehen
  • Ausgaben für Bildung steigern
  • Abschlussprüfungen bundesweit vereinheitlichen
  • mehr Selbständigkeit von einzelnen Schulen
  • digitale Infrastruktur & Medienkompetenz gefördert
  • Bildungsgutscheine
  • 1000-Euro-Technik-Investition pro Schüler
  • Elternunabhängige Ausbildungsförderung
  • duale Ausbildung angestrebt
  • nachgelagerte Studienbeiträge, die im Berufsleben gezahlt werden
  • 15 % der Studierenden sollen Stipendien erhalten
  • Inklusion: wird unterstützt, qualitativ hochwertige Umsetzung wird aber gefordert Wahlmöglichkeit gefordert