Archiv für den Monat: Juni 2011

In Deutschland geht Liebe durch den Magen

Ich lese hin und wieder gerne mal etwas erotisches. Leider sind erotische Bücher / Geschichten ziemlich rar – was man findet ist entweder harte Pornographie und/oder oft nur Müll. Gutes ist gerade auf dem Gebiet wahnsinnig schwer zu finden.

Deswegen schaue ich gerne durch große Buchläden wie zum Beispiel den Hugendubel – immer wieder auf der Suche nach etwas Gutem. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass es viele Regale voll mit Kochbüchern gibt, aber nur ganz wenige mit Dingen, die sich rund um Erotik und/oder Sex drehen.

Deswegen stellen sich mir ein paar Fragen:

  1. Sind wir in Deutschland die geborenen Liebhaben, die nichts lesen und dazulernen müssen? Kennen und können wir alles, was zu zweit Spaß und Lust macht?
  2. Oder sind wir so prüde, dass wir um alles, was mit Erotik zu tun hat, einen großen Bogen machen?
  3. Oder essen wir einfach nur lieber, als uns mit Erotik zu befassen? Das würde erklären, warum wir viel mehr fette als schwangere Bäuche in Deutschland haben… 😉

geplante Radwegverlegung in Lauda

Ich verstehe die Leserbriefschreiber zu der seit Jahren geplanten Radverlegung in Lauda nicht. Die Verlegung ist seit mindestens 2004 geplant – zu dem Zeitpunkt haben wir nämlich vorgeschlagen den Radweg in unserem Stadtgebiet neu zu beschriften. Damals teilte der neue Bürgermeister Maertens schriftlich mit, dass erstens die Stadt für die Beschriftung nicht zuständig sei und zweitens die Verlegung geplant sei.

Ich selbst – Alltagsradler mit ca. 5000 km im Jahr – finde die Verlegung eine super Sache, da dann endlich das wirklich gefährliche Stück Tauberstraße wegfällt. Dabei will ich betonen, dass nicht die LKWs im Gewerbeteil eine Gefahr darstellen; nein, die fahren in der Regel vorsichtig und rücksichtsvoll. Die wirkliche Gefahr geht von den heimischen Autofahrern aus, die zum Teil aus der Unterführung zwischen Foto Besserer und der Firma Herm herausgeschossen kommen – von den erlaubten 20 km/h kann bei fast keinem Autofahrer eine Rede sein.

Bei der Radwegverlegung hoffe ich gleichzeitig noch darauf, dass dann der Radweg endlich behindertengerecht wird. Das würde uns als Stadt gut tun, liegt doch hier zur Zeit einiges im Argen: Die Unterführung zwischen Taubercenter und Gummi Krimmer wurde nämlich absichtlich mit einer Schikane versehen, die ein Durchkommen mit einem behindertengerechten Fahrrad, mit einem Tandem oder einem Kinderanhänger unmöglich macht. Hier waren genau die schwächsten unserer Gesellschaft gezwungen sich den Verkehrsraum mit den Autos in der Durchfahr der L511 an der Tankstelle zu teilen. Hier stellt eine Verlegung des Radwegs auch in die künstlich verengte Josef-Schmitt-Straße eine deutliche Verbesserung dar. Alternativ wäre es auch eine Idee die Bahnunterführung bei der Firma Herm für den Kraftfahrverkehr zu sperren und dafür in beide Richtungen für Radfahrer zu öffnen… Dann wäre der Neubau des Radweges wirklich nicht mehr nötig.

Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Bei der geplanten Radwegverlegung schaut man plötzlich auf die Kosten. Bei einem völlig überflüssigen und häufig verspotteten Kreisel im iPark interessierten die Kosten niemanden. Und auch beim Ausbau der Bahnunterführung, der auch noch zusätzlichen Verkehr in die Innenstadt nach Lauda bringt, interessieren die zuletzt geplanten 7,7 Millionen Euro (Stand 2009) niemanden und man hält an dieser, nur einigen wenigen nutzbringenden, Unterführung fest – auf Kosten der Allgemeinheit.